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KÄRNTNER ZÖGERTE

Messner Coach in Zürich: „Das kam so unerwartet!“

Claudio Trevisan

Abstiegskampf kennt Gernot Messner eigentlich nicht – die Grasshoppers Zürich muss er als Cheftrainer nun aber retten. Und: Darum zögerte der Oberkärntner kurz. . .


Unverhofft kommt oft. Gernot Messner war im Sommer nach Zürich gesiedelt, hatte dort die U21 der Grasshoppers übernommen, beförderte die Truppe auf Rang eins der 4. Schweizer Liga – und steht jetzt kurz vor dem Aufstieg.

Scheiblehner entlassen
„Aber dann kam nun alles so unerwartet“, schildert der Oberkärntner Trainer. Denn am Montag überschlugen sich die Ereignisse bei der Erstliga-Truppe. Chefcoach Gerald Scheiblehner wurde entlassen, „Messi“ muss interimistisch übernehmen – und den Klub nun vor dem Abstieg retten.

„Haben auch mal ein Bier getrunken“
„Scheiblehner ist mein Freund, wir haben auch mal ein Bier gemeinsam getrunken. Als Sportchef Alain Sutter mir dann mitgeteilt hat, dass man sich von ihm trennt, habe ich nicht gleich zugesagt – und musste drüber nachdenken. Aus Respekt vor Scheiblehner“, sagt Messner, dessen Familie in Klagenfurt lebt.

„Nie mit dieser Intention her. . .“
Dass Messner es letztendlich machen würde, war dann aber klar: „Jedoch bin ich nie mit der Intention hierhergekommen, dass ich irgendwann mal die Kampfmannschaft übernehme.“

Ex-Wolfsberger dabei
Samstag wartet Servette Genf (9.) auf den 45-Jährigen. Seine Züricher liegen am elften und vorletzten Rang, einem Relegationsplatz – bleibt man da, muss man gegen den Zweiten der 2. Liga ran. Auf Schlusslicht Winterthur hat Messner – bei dem auch Ex-WACler Maxi Ullmann aufläuft – fünf Zähler Vorsprung.

Abstiegskampf kennt er nicht
„Wir sind keine Fantasten. Aber wir haben ein gutes Team und harte Arbeit wird immer belohnt – jetzt will ich positive Stimmung reinbringen“, sagt Messner, der allerdings noch nie richtig im Abstiegskampf steckte, zuletzt ja den GAK in die Bundesliga geführt hatte, dort nach zehn sieglosen Partien entlassen wurde. „Ich kenne solche Situationen nicht, aber wir schaffen das!“ Zudem steht der Klub noch im Cup-Halbfinale.

Vertrag bis 2027
Bis Sommer erhält „Messi“ die Chance bei den „Großen“, sein Vertrag für Zürichs U21 läuft aber bis 2027.


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